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 200 Jahre Musikhaus Doblinger

200 Jahre Musikhaus Doblinger

Wien, 1817. Ludwig van Beethoven empfängt aus London einen Kompositionsauftrag, der zur Entstehung der 9. Symphonie führen wird. Franz Schubert schreibt neben vielen anderen Liedern das unsterbliche „An die Musik“. Die Gesellschaft der Musikfreunde legt mit einer Singschule den Grundstein zur heutigen Universität für Musik und darstellende Kunst. Und: Es beginnt auch die Geschichte jener unverzichtbaren Musikalienhandlung, die unter dem Namen ihres zweiten Besitzers, den sie behalten sollte, längst als „der Doblinger“ in der Dorotheergasse weit über die Grenzen von Stadt und Land hinaus ein Begriff ist – als eine tragende Säule im florierenden Musikleben.

Am 1. August 1817 gründete ein gewisser Friedrich Mainzer, der vermutlich aus Preußen nach Wien gekommen war, eine im Eckhaus Dorotheergasse/Stallburggasse befindliche Musikalienleihanstalt, die einige Jahre später um eine Verkaufsabteilung erweitert wurde. Dass er ein tragisches Ende nahm und sein Leichnam 1836 aus der Donau gefischt werden musste, war freilich eher persönlichen als geschäftlichen Gründen zuzuschreiben. Seine geschiedene Frau Theresia war nach geltendem Recht Erbin und führte das gut gehende Geschäft weiter, bis es nach ihrem Tod zum Verkauf stand. Vierzig Jahre nach der Gründung trat nun ein neuer Inhaber auf den Plan – zu einer Zeit also, da Richard Wagner mit der Arbeit an „Tristan und Isolde“ begann, Giuseppe Verdi die Erstfassung seines „Simon Boccanegra“ auf die Bühne brachte und Franz Liszt in Weimar die „Faust-Symphonie“ sowie in Dresden die „Dante-Symphonie“ als Novitäten präsentierte. Sein Name war Ludwig Doblinger – jener Name, den das traditionsreiche Haus, das seine Adresse noch einige Male wechseln sollte, bis heute trägt. Doblinger, 1809 als Wirtssohn in ländlicher Gegend kurz vor dem 5. Koalitionskrieg gegen Napoleon in Oberösterreich geboren, war schon seit 1843 in Wien in Branche tätig, nämlich als geschäftsführender Angestellter bei Franz Xaver Ascher in der Bognergasse, der ihn in einem einschlägigen Dienstzeugnis als „stets sehr thätig, ordnungsliebend und in jeder Hinsicht moralisch und verläßlich“ beschrieb: die nötigen Voraussetzungen für die statthalterliche Zulassung als selbständiger Musikalienhändler – finanzielle Sicherheiten von 3000 Gulden nicht zu vergessen, deren rechtmäßiger Erwerb sogar gerichtlich nachzuweisen war. 1873, im Jahr von Johannes Brahms’ „Haydn-Variationen“ und Verdis einzigem Streichquartett, erfolgte dann nach einiger Wanderschaft die endgültige Rückkehr in die Dorotheergasse, wo „der Doblinger“ noch heute zu finden ist.

„Der Doblinger“ blieb das Geschäft freilich auch beim nächsten großen Meilenstein der Firmengeschichte: dem Kauf durch Bernhard Herzmansky im Jahre 1876. Ludwig Doblinger wollte sich zur Ruhe setzen – und der 24-jährige Herzmansky, der als Kind mit seinen Eltern aus Böhmen nach Wien gekommen war, soll laut mündlicher Überlieferung „entweder ein Wirtshaus oder eine Musikalienhandlung“ im Sinn gehabt haben, um sein väterliches Erbteil einträglich zu investieren. Herzmansky behielt den längst zum Begriff gewordenen Namen des Vorbesitzers bei, setzte den seinen nur in Klammer hinzu – und stellte das Unternehmen mit der Gründung eines Verlages auf ein zweites Standbein: In der Folge sollte er damit auch in bisher nicht geahnter aktiver Form das Musikleben mitprägen: Carl Michael Ziehrer und Franz Lehár, Ernst von Dohnányi, Carl Goldmark, Anton Bruckner und Gustav Mahler sind nur einige der prominenten Komponisten, deren Werke im selben Haus verlegt und auch verkauft wurden. Eine Erfolggeschichte, die über den 1. Weltkrieg hinaus anhielt und 1921 nach dem Tod des Vaters durch Bernhard Herzmansky jun. fortgesetzt wurde. Ein herber Einschnitt bedeutete freilich der „Anschluss“ Österreichs an Hitlerdeutschland: Schon wenige Tage später wurde Herzmansky verhaftet, saß drei Monate in Wien, musste dann weitere drei Monate im KZ Dachau erdulden und hatte sich aus seiner Firma zurückzuziehen. Nach dem Krieg konnte er aber dort anschließen, wo er aufgehört hatte – im unaufhörlichen Bestreben, in Verkauf und Produktion auf dem neuesten Stand zu bleiben und sowohl Zugkräftiges als auch künstlerisch Wertvolles gleichermaßen anzubieten und zu fördern.

Mit Christian Wolff, einem Enkel von Herzmansky sen., und Helmuth Pany, einem Urenkel, setzte sich die familiäre Firmengeschichte in diesem Geist bis zum Ururenkel Peter Pany fort, der sich seit 2009 als Inhaber und Geschäftsführer den immer neuen Herausforderungen der fundamental sich wandelnden Welt des Notendrucks stellt. Unermüdliche Modernisierungen stellen nach wie vor sicher: Bei Doblinger finden Musikfreundinnen und –freunde persönlich im Geschäft oder auch über den übersichtlichen und leicht zu bedienenden Online-Shop eines der umfangreichsten Notensortimente Europas mit Noten aus aller Welt – und können vor Ort sowohl selbst im Angebot stöbern als auch von der Beratung durch die engagierten und bestens ausgebildeten Fachkräfte profitieren.

1817 bis 2017, 200 Jahre stolze Geschichte, 200 Jahre Streben nach dem Besseren. „Der Doblinger“ bleibt sich treu.

 


 

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