Allerseelen op.10/8

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    Internal Reference: 513740
    Bearbeiter: Jan-Benjamin Homolka
    Besetzung: SMezzoATB Klav
    Komponist: STRAUSS Richard
    Verlag: Carus
    Verlagsnummer: CV09352-00
    ISMN: 9790007457235
    Ausgabe: Partitur
    DOB_Sparte: diverse weltlich
    Epoche: Neu
    Ausgabeformat: Großformat

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    Allerseelen („Stell auf den Tisch die duftenden Reseden“) komponierte Richard Strauss im Jahr 1885 als 21-jähriger frischgebackener Hofmusikdirektor in Meiningen. Es zählt heute zu seinen beliebtesten Liedern. Auf Strauss’ op. 10 mit insgesamt acht Vertonungen von Texten aus der Sammlung „Letzte Blätter“ des österreichischen Dichters Hermann von Gilm folgten in seinem reichen Liedschaffen noch rund 200 Kompositionen dieser Gattung.

    Besungen wird eine vergangene Liebe, die durch den Tod eines der Liebenden endete. Zum Totengedenken am Feiertag Allerseelen äußert sich die Erinnerung an die Zeit „wie einst im Mai“ besonders sehnsuchtsvoll. Das Lied schrieb Strauss für Tenor solo mit Klavier, führte es selbst aber auch mehrfach gemeinsam mit seiner Gattin auf, der Sopranistin Pauline de Ahna.

    Jan-Benjamin Homolka hat das Lied behutsam für fünfstimmigen Kammerchor eingerichtet. Der Charakter der Vorlage bleibt gewahrt, auch weil Homolka die ursprüngliche Klavierbegleitung verwendet und die originale Vokalstimme dem Sopran überlässt. Gleichzeitig nutzt er die Möglichkeiten des Chores zur Darstellung des Singtexts innerhalb des von Strauss vorgegebenen motivischen und harmonischen Rahmens. So realisiert Homolka den Gedanken eines Dialogs zwischen zwei Liebenden als ein Zwiegespräch zwischen den Frauen- und Männerstimmen.